Nein, Sacha Baron Cohens Verwandlung in einen schwulen österreichischen Modejournalisten muss ich mir nicht im Kino anschauen, ich fand ja auch schon „Borat“ nicht wirklich witzig, höchstens stellenweise sehr entlarvend, wenn amerikanische Durchschnittsbürger zu Wort kamen. Mir reicht der „Brüno“-Trailer völlig, aber Bert Rebhandls Kritik in der FAZ (nicht online) hat mir dann doch sehr gut gefallen, vor allem der Einstieg und das
lakonische Fazit.
„Österreich ist nicht das geringste unter den insgesamt weniger wichtigen Ländern dieser Welt. Mit dem zentralasiatischen Kasachstan hat die Alpenrepublik nun ein kurioses Privileg gemeinsam: Der Komiker Sacha Baron Cohen hat sich nach seinen Späßchen in der Rolle des kasachischen Einfaltspinsels Borat nun eine österreichische Identität geschaffen.“
Es folgt die wenig euphorische Besprechung, die mit der schönen Wendung schließt, „Brüno bleibt das bloße Anhängsel seines frivolen Umlauts“ – sehr elegant formuliert.