In Italien

Ein paar Tage brauche ich schon, um nach dem Urlaub wirklich zurück
zu sein im Alltag, zwei intensive Wochen Toskana hinterlassen einfach ihre Spuren, zum Glück. Es war Frühling in und um Siena herum, unglaublich viele Blumen auf den Feldern, richtige Klatschmohnorgien, rote Farbteppiche, wie ich sie noch nie gesehen habe.

Siena ist auch bei bewölktem Himmel schön, der Campo, die engen Gassen, das Café del Corso. Über allem thront der Dom mit seiner unglaublichen Zuckerbäckerfassade. Dann haben wir uns auf die Spuren des Renaissance-Künstlers Piero della Francesca (1420-1492) gemacht, nach Arezzo, der Freskenzyklus in der Basilica di San Francesco ist ein Muss, mit dem Traum des Konstantin im mystisch erleuchteten Zelt, dann die Magdalena in Duomo, mit ihrem geheimnisvollen leuchtenden Kristall in der Hand.
Weiter ging es nach Monterchi, wo sich das Fresko der Madonna del Parto befindet, und nach Sansepolcro, der Geburtsstadt des Künstlers, wo man im Museo civico unter anderem das monumentale Auferstehungs-Fresko bewundern kann. Eine wunderbare Kunst-Tour für einen Tag.

Die meiste Zeit allerdings waren wir in der nähereren Umgebung unterwegs, der sogenannten Montagnola südwestlich von Siena. Zu verwunschenen Dörfern wie Scorgano oder Strove, die kleinen verkehrsarmen Straßen sind sehr gut zum Mountain-Biken. Und gewandert sind wir auch, auf den mächtig bewaldeten Colle Chiupi, bei strömenden Regen.

Stilleben mit Cappuccino

Schlagworte: , ,

Eine Antwort hinterlassen