Wie Samuel Pepys die Welt sah

Er schwört, nicht mehr ins Theater zu gehen. Oder zuviel zu trinken. Jeden Tag ist er unterwegs in der Stadt, arbeitet im “Naval Office”, trifft sich mit einflussreichen Leuten, pflegt seine Verbindungen. Er ist verheiratet, keine Kinder, aber Dienstmägde und Boten. Ein bürgerlicher Aufsteiger. Einem Seitensprung geht er nicht aus dem Weg. Samuel Pepys, ein Londoner durch und durch, geboren 1633 an der Themse, gestorben 1703.

Pepys ist der berühmteste Tagebuchschreiber des 17. Jahrhunderts, von 1660-1669 führte er sein “Diary”, ausführllichste Alltäglichkeiten, dazwischen Weltbewegendes, Kriege, die Pest in London 1665 (”the plague”), ein Jahr später das große Feuer.
Auf neun CDs liegt Pepys’ Diary als englisches Hörbuch vor, gelesen von Schauspieler Kenneth Branagh, sehr lakonisch, ohne zu große Emphase. Sehr zu empfehlen.

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