
Robert Forster hat ein neues Album veröffentlicht, zehn Songs, fast zwei Jahre nach dem Tod von Grant McLennnan, der im Mai 2006 völlig überraschend im Alter von 48 Jahren an Herzversagen starb. Die Go-Betweens waren von diesem Moment an Geschichte. Forster arbeitete als Musikkritiker, schrieb mit “A True Hipster” einen bewegenden Nachruf auf seinen Freund, und legt jetzt sein neues, denkwürdig großartiges Album vor.
Drei Songs sind noch zusammen mit Grant McLennan entstanden, “Demon Days”, Let your Light in, Babe” und It ain’t easy”, und so ist “The Evangelist” im Grunde noch einmal ein echtes Go-Betweens-Album geworden, die alten Mitstreiter Adele Pickvance und Glenn Thompson sind auch wieder dabei. Aber Forster macht natürlich nicht einfach weiter mit fröhlichem Gitarren-Pop. Ein langgezogener Synthie-Orgelton steht am Anfang vom “If it Rains”, wie ein Signal zum Innehalten. Dann folgt schon das traurige, fast prophetische “Demon Days”.
Die nächsten drei Songs stammen von Forster, schön vor allem das verträumte “The Evangelist”: Pop-Magie pur verströmt “Let your Light in Babe”, und mit dem gar nicht wehleidigen “It ain’t easy” verabschiedet sich Forster von seinem Freund: “And a river and a train and a dream ran through everything that he did (..) A sly grin, that played to win, we will not see his kind again”.
Schlagworte: Pop